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Tipps fĂŒr Clubhouse im Tourismus

👋 Clubhouse und Tourismus – kann das was?

Clubhouse ist der neue Stern am Social Media Himmel. Seit Mitte Januar ist die App, mit der man live GesprĂ€che, Diskussionen und auditive Erlebnisse initiieren kann, nun auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Viele Startup-GrĂŒnder, Tech-Spezialisten, Journalisten, Politiker und Influencer tummeln sich inzwischen dort. Doch lohnt sich Clubhouse auch fĂŒr den Tourismus? Wir haben da mal ein paar EinschĂ€tzungen und Tipps aufbereitet.

 
Clubhouse im Tourismus Clubhouse benötigt keine große Technik. Ein iOS-GerĂ€t sowie evtl. ein Headset und die App – mehr braucht es nicht

Clubhouse ist von seiner Art her eine vollkommen neue Social Media Plattform. Anders als bei Facebook, Instagram oder Twitter geht es bei Clubhouse nur um das Hören und mutet wie eine Mischung aus Telefonkonferenz und Podcast an. Somit ergeben sich ganz andere Möglichkeiten, auditiven Content einzusetzen. Vor allem fĂŒr den Tourismus bieten sich hierbei Chancen, um gezielt Urlaub im Kopf zu erzeugen.

1. Touristische Themen bei Clubhouse zur Diskussion stellen

Was gerade bewegt als GesprÀchsrunde

Der Vorteil von Clubhouse ist, dass Nutzer direkt mit nur einem Klick einen eigenen Raum aufmachen können, um darin mit anderen live ĂŒber Themen zu sprechen. Es bedarf keiner langen Vorbereitung. Auch auf der technischen Seite braucht man neben einem iPhone oder iPad (eine Android App wird erst in den nĂ€chsten Monaten erwartet) und evtl. einem Headset keine Investitionen, die man nicht sowieso schon getĂ€tigt hat als Besitzer eines Apple Handhelds.

Somit sind EinstiegshĂŒrden fĂŒr die aktive Nutzung quasi nich vorhanden, sofern man denn einen Invite zur Nutzung der App erhalten hat.

Da sich bei Clubhouse vordergrĂŒndig alles um GesprĂ€che dreht, kann man als Touristiker die Plattform wunderbar nutzen, um in einmaligen oder wiederkehrenden Diskussionsrunden ĂŒber eigene Themen zu informieren und zu diskutieren. HierfĂŒr sollte man sich unbedingt bereits im Vorfeld der Clubhouse Session einen kleinen Ablaufplan zusammenschreiben sowie unbedingt weitere Co-Moderatoren oder passende DiskussionsgĂ€ste einladen. Nur dann kommt von Beginn an eine lebhafte GesprĂ€chsrunde zustande anstelle eines trögen, einseitigen Monologs, den auf Clubhouse niemand hören will.

2. “Ask me anything” auf Clubhouse

Was GĂ€ste und Urlauber schon immer mal wissen wollten

Wer Social Media nicht nur als Einbahnstraße versteht, der weiß, dass es kaum einen einfacheren und direkteren Weg gibt, um wertvolles Feedback zu den eigenen Produkten und Leistungen zu erhalten. Warum also nicht einmal Clubhouse nutzen, um an einem zentralen Ort die Fragen, Anmerkungen und WĂŒnsche der GĂ€ste und Kunden in einem regelmĂ€ĂŸigen Format zu klĂ€ren? So können Touristiker Urlauber und GĂ€ste ĂŒber das eigene Angebot und ReiseformalitĂ€ten direkt informieren sowie gleichzeitig einem breiteren Publikum zeigen “Wir sind fĂŒr Euch da!”.

Bestenfalls nimmt man als Initiator einer solchen Session noch Partner und LeistungstrĂ€ger oder auch die eigenen LieblingsgĂ€ste und -kunden mit auf die BĂŒhne, damit ein rundes GesprĂ€ch entsteht.

3. Urlaub im Kopf

Warum nicht mal die eigene Destination hörbar machen?

Nicht zuletzt der Boom der Podcasts und HörbĂŒcher hat gezeigt, dass Menschen dieses singulĂ€re Format mögen, welches nur ĂŒber das Gehör funktioniert. Ein Grund dafĂŒr: Menschen werden immer mobiler – im Privaten wie im Beruflichen. Audio-Content kann auch dann konsumiert werden, wenn man nicht stĂ€ndig auf sein Smartphone schauen kann oder will, wie z.B. wĂ€hrend der Autofahrt, beim Arbeiten am Schreibtisch oder im Fitness-Studio.

Durch das Hören entstehen Bilder im Kopf und damit können Touristiker wunderbar spielen. Nutze daher, was es in Deiner Destination zu hören gibt – vom Möwengeschrei an der See bis zu den Kuhglocken in den Alpen. Alles ruft intuitiv Bilder hervor, die mit besonderen Emotionen verknĂŒpft sind. Auch Dialekte und Akzente eignen sich hervorragend, um eine Destination oder eine Reise auf Clubhouse authentisch ĂŒber die Ohren zu erleben.

Damit sich die Clubhouse Session aber von einem Podcast unterscheidet, bindet auf jeden Fall ein besonderes Live-Event mit ein. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt beispielsweise (wenn es Corona wieder zulĂ€sst), bei dem man mittels externem Mikrofon am Smartphone alle typischen GerĂ€usche einfangen kann und die Nutzer von Clubhouse zum Bummeln und auditiven Genießen einlĂ€dt. Interviews mit Protagonisten vor Ort sowie das Einfangen musikalischer EindrĂŒcke können das Erlebnis abrunden. An welchen Stand es als nĂ€chstes geht? Lass Deine Teilnehmer auf der BĂŒhne entscheiden!

4. Interaktive Infoveranstaltung auf Clubhouse

Von der Einbahnstraße zum Gegenverkehr

Gerade in der jetzigen Zeit, in der aufgrund von COVID-19 keine Messen, Veranstaltungen und Events stattfinden können, bietet Clubhouse den besonderen Reiz, Inhalte und Botschaften ĂŒber einen eigenen Raum zu verbreiten. Warum also die im Tourismus beliebten Informationsabende nicht einfach mal auf Clubhouse veranstalten?

Gut, derzeit sind noch alle Android-Nutzer von solchen Abenden ausgesperrt, aber auch das ist ein Umstand, der sich in ein paar Monaten auflösen wird. Also Grund genug, bereits jetzt Clubhouse aktiv zu nutzen und sich mit der App vertraut zu machen, um dann bestens aufgestellt zu sein, wenn die Plattform fĂŒr alle geöffnet wird.

Destinationen, PR-Agenturen, Veranstalter und Vertretungen können ohne großen Technikaufwand eigene Roadshows auf Clubhouse anbieten und auch so ihre Zielgruppe erreichen, direkt mit ihnen Fragen klĂ€ren und wichtiges Feedback einholen. Umgekehrt sollten Touristiker offen auch den Dialog in anderen RĂ€umen suchen und dabei ihre Expertise im persönlichen Themengebiet einwerfen.

5. Umkehr vom Sender zum EmpfÀnger

Feedback einholen und anderen eine BĂŒhne bieten

Derzeit funktioniert Clubhouse vor allem so: Auf der BĂŒhne sprechen Moderatoren zu einem bestimmten Thema und ergĂ€nzend werden Zuhörer auf die BĂŒhne gehholt fĂŒr die weitere Diskussion. Warum aber nicht mal den Spieß umdrehen und sich wertvolles Feedback zu seinem Angebot einholen? Ein solches Format könnte beispielsweise so aussehen: Touristiker planen einen Raum, in dem sie sich einmal bewusst zurĂŒcknehmen und die Diskussion vornehmlich von den Teilnehmern des Raums entsteht, die auf die BĂŒhne kommen.

Fragestellungen, Verbesserungen, Lob, Kritik oder einfach ein Blick ĂŒber den Tellerrand, der Clubhouse ja auch so attraktiv macht, können die eigenen Scheuklappen auflösen, die sich in der realen Welt oftmals unbemerkt entwickeln.

Fazit zu Clubhouse fĂŒr den Tourismus

Clubhouse bietet gerade im Tourismus vielfÀltige Möglichkeiten, um einen weiteren Part im Social Media Mix einzunehmen. In Deutschland wird es von vielen schon als das gesehen, was Twitter in den USA ist: eine Plattform, auf der Menschen offen und reichweitenstark ihre Meinung austauschen können.

Es bleibt abzuwarten, wie die App weiter genutzt werden wird, wenn in ein paar Monaten auch die Android-Nutzer auf die Plattform kommen können. Letztendlich kommt es auf einen selbst an, qualitativ hochwertigen Content auf Clubhouse anzubieten und diesen kontinuierlich auszubauen. Im Hinterkopf sollten Touristiker auch den Datenschutz auf Clubhouse haben, der derzeit noch nicht wirklich existent ist geschweige denn EU-konform. FĂŒr weitere Infos hierzu empfehlen wir einen Blick in den Artikel von RA Dr. Thomas Schwenke.

Und dennoch: FĂŒr den Tourismus kann sich die App definitiv lohnen, sofern man Zeit und Lust in ein spannendes Themenangebot investiert und dabei die Besonderheiten und Gepflogenheiten dieses Mediums berĂŒcksichtigt. Unsere Empfehlung lautet daher zu schauen, ob und wie man Clubhouse anhand der obigen Punkte fĂŒr sich nutzen kann und dann einsteigen!

Clubhouse im Tourismus

Folgt uns auf Clubhouse

NatĂŒrlich sind auch wir von Intensive Senses auf Clubhouse begeisterte Moderatoren und Zuhörer. Zusammen mit Ulrike Katz von justZARGES bieten wir mit unseren Formaten im Rahmen der “Tourismus Lounge” montags um 19 Uhr zu bestimmten Themen mit dem “Lounge Talk” eine Diskussionsplattform mit Experten sowie donnerstags die “Networking Lounge” bei Flausch und Plausch zum losen Kennenlernen.

Hör doch gerne mal rein und komm zu uns auf die BĂŒhne – wir beißen nicht! Folge einfach @joachimschmidt und @maikeovens auf Clubhouse, um immer ĂŒber die neuesten Termine und Talks informiert zu werden.

Du benötigst noch einen Invite zu Clubhouse? Auch da können wir Dir vielleicht weiterhelfen. Schreib uns einfach eine Nachricht und wir melden uns bei Dir!

Joachim Schmidt

Seit ĂŒber 20 Jahren ist Joachim nun schon im Internet und den Neuen Medien zuhause. Im April 2008 grĂŒndete er Intensive Senses. Er begeistert sich fĂŒr alles, was einen Stecker hat und mit dem Internet verbunden werden kann sowie fĂŒr alle Dinge, die sich darin bewegen.