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EU-Kommission beschließt Wesenstest für Social Media Nutzer

EU-Kommission beschließt Wesenstest für Social Media Nutzer

Update: April, April!

Der heutige Tag bildet einen Meilenstein für die zukünftige Nutzung von Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google+ in Deutschland und Europa. Ein aktueller Beschluss der EU-Kommission sieht vor, dass alle privaten Social Media User sich zukünftig verpflichtend einem Wesenstest unterziehen müssen, um ihre Tauglichkeit und Rechtschreibfähigkeiten bei der Nutzung von Facebook & Co. unter Beweis zu stellen.

Ähnlich wie beim Wesenstest für Hunde, den seit einigen Jahren vor allem Besitzer von Kampfhunden mit ihrem Tier ablegen müssen, hofft man wohl hiermit auch in Brüssel, bissigen, unwahren und beleidigenden Kommentaren, Posts und Tweets den Gar auszumachen.

Die Parole „Don’t feed the troll!“ hat somit ausgedient, denn speziell Trolle und andere Störenfriede sollen aufgespürt und für immer offline gestellt werden.

Behörden bereiten sich auf den Ansturm vor

In allen Rathäusern sollen demnach europaweit spezielle Stellen geschaffen werden, in denen man den Wesenstest ablegen kann, will man weiterhin bei Facebook oder Twitter aktiv sein. Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer einen Bescheid, den Sie dann an das Netzwerk ihrer Wahl faxen müssen, um ihren Account freizuschalten oder zu reaktivieren.

Um die jetzt schon mangelnde Attraktivität von Google+ nicht noch weiter zu gefährden, wird es für dieses Netzwerk eine Ausnahmeregelung geben. Nutzer von Google+ können ihren Wesenstest zusätzlich in jeder deutschen Postfiliale ablegen. Postgewerkschaftler Heinz Stülpmann sieht dem Ansturm gelassen entgegen: „Wir rechnen nicht mit einem Mehraufkommen der Anfragen bei unseren Kollegen“. Auch der Zeitraum, in dem alle aktiven Nutzer den Wesenstest ablegen müssen, bevor der bereits bestehende Account gelöscht wird, beträgt nicht wie bei anderen Social Media Diensten 30 Tage sondern richtet sich nach der Anzahl der Kreise, in denen man ist.

Das Aus von Selfies so wie wir sie kannten

Katzenbilder, generelle Fotos von Tierbabys und vor allem Selfies sind ab sofort genehmigungspflichtig und müssen vor der Veröffentlichung gesondert freigegeben werden. Hierzu arbeitet man bei der EU-Kommission derzeit an einer speziellen Internetseite, auf der man besagten Content einfach hochladen und eine zeitlich begrenzte Freigabe erbeten kann. In der Regel soll der Freigabeprozess nicht länger als 7-10 Tage dauern.

Damit scheinen die Tage gezählt zu sein, in denen sich wildfremde Menschen in den Facebook Kommentaren von Spiegel Online oder Die Welt gegenseitig beschimpften oder ihre haarstreubenden Meinungen der Öffentlichkeit preisgaben. Facebook Seiten wie die von PEGIDA oder RTL2 werden es zukünftig nun um einiges schwerer haben, da angezweifelt werden kann, dass deren Social Media Redaktion den Wesenstest überhaupt bestehen wird.

Günther H. Oettinger, seines Zeichens Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, begründete die Entscheidung seiner Kommission so: „We are all sitting in one boat. We cannot allow that everybody does as he pleases.“

Dann stellen wir ihnen halt Google ab!

Doch was, wenn sich Trolle und andere untaugliche Nutzer auf unerlaubten Wegen ihren positiven Wesenstest beschaffen? Die Anbieter von „Pirate Bay“ reagierten bereits prompt und stellten mit „Constitution Bay“ eine Plattform online, auf der man sich mittels Bitcoins ein digitales Zertifikat ausstellen kann, um den behördlichen Wesenstest zu umgehen.

Auf die Frage „Und was, wenn gar nichts hilft?“ wird die EU-Kommission nur kurz mit dem Satz zitiert „Dann stellen wir ihnen halt Google ab!“.

Bildnachweis: .marqs / photocase.com

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